Schematherapeutische Ansätze auf der Handlungsebene

Ziel
  • Reduktion maladaptiver Verhaltensmuster (Schemata) durch gezielte Veränderung konkreter Handlungen im Alltag.
  • Förderung adaptiverer Verhaltensweisen, Verbesserung der Funktionsfähigkeit und Lebensqualität.
Kernprinzipien
  • Translation von Schemata in Handlungen: Identifikation, welche maladaptive Schemata in konkreten Situationen zu Problemverhalten führen.
  • Zielgerichtete Verhaltensänderung: Entwicklung und Übung neuer Verhaltensweisen, die alternative Bedürfnisbefriedigung ermöglichen, ohne das Schema zu aktivieren.
Typische Handlungsebenen
  1. Verfolgen/Aufrechterhalten schädlicher Muster
    • Vermeidung, Rückzug, Selbstsabotage, impulsives Verhalten.
    • Beispiel: Bei Stress Aktivieren von Vermeidungsskripten statt Craving-Management.
  2. Aktivierungs- und Sicherheitspläne
    • Identifikation von Auslösern und Entwicklung von Schritt-für-Schritt-Plänen zur Sicherung von Grundbedürfnissen.
    • Einsatz von Notfall- und Krisenplänen zur Unterbrechung problematischer Muster.
  3. Verhaltensexperimente und Übungssitzungen
    • Gezielte Experimente, um neue Verhaltensalternativen in sicheren Übungsfeldern zu testen.
  4. Strukturierte Schlüsseltechniken
    • Verhaltensaktivierung: Steigerung positiver Aktivität bei negativen Schemata.
    • Grenzen setzen und Selbstwirksamkeit stärken: Klare Grenzen kommunizieren, konsequente Umsetzung.
    • Emotionsregulation durch Verhalten: Objekthafte Handlungen, regelbasierte Routinen.
  5. Verstärkung erwünschter Verhaltensweisen
    • Positive Verstärkung für adaptive Handlungen, Reduktion aversiver Konsequenzen für problematisches Verhalten.
Verhaltensaktivierung: Steigerung positiver Aktivität bei negativen Schemata.

Grenzen setzen und Selbstwirksamkeit stärken: Klare Grenzen kommunizieren, konsequente Umsetzung.


Emotionsregulation durch Verhalten: Objekthafte Handlungen, regelbasierte Routinen.
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